CX40 vs. Epyx 500XJ: Welcher Retro-Joystick schont die Hand?

· von Hannah Schmidt · 3 Min. Lesezeit

CX40 vs. Epyx 500XJ: Welcher Retro-Joystick schont die Hand?

Wer stundenlang Bubble Bobble, Summer Games oder Elite auf dem C64 zockt, kennt das Problem: Nach einer Weile fängt die Hand an zu ziehen, manchmal sogar richtig zu schmerzen. Im direkten Vergleich schneidet der Epyx 500XJ bei langen Sessions spürbar besser ab als der klassische Competition Pro CX40, einfach weil er den Daumen beansprucht und nicht das ganze Handgelenk. Für kurze, hektische Partien bleibt der CX40 trotzdem die präzisere Wahl. Welcher Stick zu euch passt, hängt am Ende davon ab, wie ihr spielt und wie lange.

Die zwei Philosophien: Handgelenk vs. Daumen

Beide Joysticks stammen aus der goldenen Ära der 8-Bit-Heimcomputer, verfolgen aber völlig unterschiedliche Bedienkonzepte.

CX40 (Competition Pro Stil)

Epyx 500XJ

Genau dieser Unterschied steckt im Kern der Krampf-Debatte. Beim CX40 rotiert bei schnellen Richtungswechseln, etwa in Shoot-‘em-ups wie Katakis, praktisch bei jedem Move das gesamte Handgelenk mit. Beim Epyx 500XJ übernimmt stattdessen der Daumen die Hauptarbeit, ein Muskel, der zwar kleiner, dafür aber deutlich ausdauernder ist.

Welcher Stick verursacht mehr Handkrämpfe?

CX40: Stark bei Sprints, schwach bei Marathons

Der CX40 überzeugt mit messerscharfer, sofortiger Reaktion, ideal für Spiele mit kurzen, intensiven Eingaben wie Pitfall! oder International Karate. Das Problem zeigt sich erst später: Die ständige Handgelenksrotation ermüdet ab etwa 30 bis 40 Minuten die Unterarmmuskulatur merklich. Nicht wenige Retro-Sammler kennen das leichte Ziehen im Handgelenk nach einer längeren Highscore-Jagd am Abend.

Epyx 500XJ: Gebaut für Ausdauer

Der 500XJ wurde ursprünglich für Sportspiele wie Summer Games und World Games entwickelt, also für Titel, bei denen man minutenlang schnelle, repetitive Bewegungen ausführen musste, zum Beispiel beim virtuellen Hundertmeterlauf, wo wildes Wackeln über Sieg oder Niederlage entschied. Genau deshalb legte Epyx Wert auf eine Haltung, bei der die Hand ruhig bleibt und nur der Daumen arbeitet. Das Ergebnis: deutlich weniger Ermüdung bei langen Sessions, allerdings zu einem Preis, denn bei sehr schnellen Diagonalbewegungen büßt man etwas Präzision ein.

Direkter Vergleich auf einen Blick

KriteriumCX40Epyx 500XJ
Belastete MuskelgruppeHandgelenk/UnterarmDaumen
Eignung für lange SessionsMittelHoch
Präzision bei DiagonalenHochMittel
GeräuschpegelLaut (Klick)Leiser
Haltbarkeit der MikroschalterSehr robustEtwas empfindlicher
Ideal fürAction, ShooterSport, Rennspiele, Marathon-Zocken

Praktische Tipps gegen Handkrämpfe

Unabhängig vom gewählten Stick helfen ein paar simple Gewohnheiten:

Fazit

Einen pauschalen Gewinner gibt es nicht. Der CX40 bleibt der Goldstandard für Präzision und blitzschnelle Reaktionen, belastet dafür bei langen Sessions das Handgelenk stärker. Der Epyx 500XJ ist die bessere Wahl, wenn ihr stundenlang spielen wollt, ohne hinterher mit einer schmerzenden Hand dazusitzen, sein Daumen-zentriertes Design schont die Gelenke einfach besser. Wer beide Sticks im Regal stehen hat, wechselt am besten je nach Genre: CX40 für kurze Action-Bursts, Epyx 500XJ für ausgedehnte Sport- und Rennsimulationen am Commodore 64.

#Retro Gaming#Joystick Vergleich#Commodore 64#Ergonomie#Hardware Test